Störung der Zirbeldrüse

1995 haben Wissenschafter der Tierärztlichen Hochschule Hannover (BRD) Berichte mit folgenden Ausführungen veröffentlichen: Versuche mit Labormäusen zeigten, dass die Zirbeldrüsenfunktion bereits durch relativ schwache elektromagnetische Felder negativ beeinflusst wird. Haushaltsgeräten (Fernsehapparaten, Transformatoren, Mikrowellengeräten und Funktelefonen), Computern und Hochspannungsleitungen können solche elektromagnetische Felder sein. Die Bestrahlung von Labormäusen durch Elektromagnetische Felder reduzierte die Melatoninproduktion in der Zirbeldrüse drastisch, sie viel sogar gänzlich aus. In der Folge wurde die Entstehung von Brustkrebs durch Östrogene oder Pseudo-Östrogene dramatisch begünstigt.


Heute weiss man, dass die Melatoninproduktion durch folgende Umstände ungünstig beeinflusst werden:

• durch einen unregelmässigen Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. bei Schichtarbeit)
• durch störendes, helles Licht während der Nachtstunden
• durch häufiges Reisen (z.B. beim Flugpersonal) mit mehrstündiger Zeitverschiebung, vor allem bei West-Ost-Reisen.
• durch elektromagnetische und magnetische Felder (übermässiges Fernsehen oder übermässiges telefonieren mit Handys, Radiowecker oder andere Elektrogeräte im Kopfbereich neben dem Bett, Hochspannungs- oder Starkstromleitungen im unmittelbaren Lebensbereich.

Äusserliche, negative Einflüsse auf die Zirbeldrüse scheint die Alterung und den Verfall des Organs zu beschleunigen. Gerade in Industrieländern stiegen in den vergangenen dreissig Jahren bestimmte degenerative Krankheiten unverhältnismässig stark an. Wir sprechen hierbei von Immunschwächen im Bereich bestimmter Krebserkrankungen (Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern), Kreislauf und Herzerkrankungen, Gefässerkrankungen, Arhtritis und rheumatische Erkrankungen. Auch Allergien, Schlafstörungen, Gedächtnisstörungen und andere "Alterserkrankungen" traten vermehrt auf.

Melatonin und seine Funktion
Melatonin ist ein "zustandsabhängiges" Hormon, das heisst, es wirkt indirekt auf alle Organe ein. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Spiegel von anderen Hormone zu regeln. Es stellt sicher, dass weder zu hohe noch zu tiefe Hormonspiegel entstehen. Es hilft die Homöostase des Körpers aufrechtzuerhalten und unterstüzt somit andere Hormone bei der Ausübung ihrer Funktion.

Melatonin spielt im sexuellen Reifungsprozess, aber auch bei der Kontrolle sexueller Zyklen von Mann und Frau eine massgebliche Rolle.

Ergebnisse aus spezifischen onkologischen Untersuchungen zeigen, dass Melatonin in der chemotherapeutischen Krebsbehandlung krebsbekämpfende Medikamente in Ihren Wirkungen verstärt und Ihre z.T. gefährlichen Nebenwirkungen auf ein verantwortbares Mass reduzieren kann.

Die Wissenschafter Pierpaoli und Regelson haben festgestellt, dass ein normaler Melatoninspiegel dafür sorgt, dass Erreger "feindliche Vektoren" vom Immunsystem sofort entdeckt und vernichtet werden.

Die wesentlichste Erkenntnis von Pierpaoli und Regelson ist, dass die Zirbeldrüse mit Hilfe ihres Hormons Melatonin den Alterungsprozess steuert und die von der Wissenschaft lange gesuchte "Altersuhr" darstellt.


Pierpaoli und Regelson: "es hat alles mit Energie zu tun"
Eine der Hauptaufgaben der Zirbeldrüse und ihres Hormons Melatonin ist der Schutz des Energiesystems des Organismus. Die Verbindung der Zirbeldrüse und des Melatonins überwacht und steuert das Energiesystem, das die Zellen ernährt und alle Körperfunktionen sichert. Bei einer Störung in der Energieversorgung geraten alle anderen Körpersysteme aus dem Gleichgewicht.

Die Zirbeldrüse beeinflusst den Energiefluss des Körpers auf direkte Weise. Dies geschiet durch die Steuerung der Umsetzung des in der Schildrüse vorkommenden Thyreoidhormonen in hochenergetische Substanzen. Unser Körper braucht Energie um Wärme und Abkühlung zu erzeugen und um durch Energie noch mehr Energie zu generieren. Dies geschiet in den Zellen durch mikroskopische Strukturen, sogenannten Mitochondrien. Die Mitochondrien produzieren ATP (Adenosintriphosphat), das im wahrsten Sinne des Wortes der Treibstoff unseres Organismus ist. Altern wir, altern auch die Mitochondrien. Sie verlieren ihre Form und Struktur, verhärten sich oder verkalken. Sie können sich nicht mehr regenerieren und können keine funktionstüchtige Mitochondrien mehr herzustellen. Dadurch geht die ATP Produktion stetig zurück, der Körper verfügt über ein stetig sinkendes Energiepotenzial. Der Mangel an Energie betrifft auch die hinterste kleinste Körperzelle. Im Laufe der Zeit stellen sämtliche Körpersysteme ihre Arbeit an der Zellreparatur und deren erneuerung ein, denn dafür fehlt die notwendigen Energie. Wir ermüden bei Anstrengungen rascher, der Körper altert.

Sauerstoff ist für die Herstellung von ATP "essentiell". Sauerstoff wird im Prozess der Energieumwandlung "verbrannt". Nimmt die ATP Produktion der Mitochondrien ab, kommt es zu einem Sauerstoffüberschuss, der zur Entstehung "freier Radikale" führen kann. Dabei handelt es sich um chemische Verbindungen mit einem "freien" Sauerstoffatom, welches bereit ist, sich mit anderen Substanzen zu verbinden. Dieses Molekühl kann das Körpergewebe auf Zellebene anzugreifen. Im schlimmsten Fall führt ein solcher Angriff freier Radikale zur Entwicklung von Krebszellen.

Also: Die Funktion der Zirbeldrüse lässt nach, die Mitochondrien beginnen zu verkümmern im gesamten Organismus kommt es zu einer Kettenreaktion der allmähliche Zusammenbruch aller Körpersysteme beginnt, die ATP Produktion geht zurück, den Zellen geht die Energie aus.

Unter diesem Energiemangel Leidet die Zirbeldrüse. Sie reduziert ihre Funktion weiter, sie produziert immer weniger Melatonin. Die Zellen erzeugen statt des lebenserhaltenden ATP's einen absolut schädigenden Stoff: das Pyrophosphat. Diese chemische Substanz verbindung sich mit dem in allen Zellen vorkommenden Kalzium. Kalziumsalz entsteht. Dieser Vorgang führt letztlich zur Verkalkung der Zirbeldrüse der Blutgefässe (Arteriosklerose) und anderer Organe. Kalkablagerungen wurden sogar im Gehirn und im Herze festgestellt. Der in der Zirbeldrüse beginnende Verkalkungsprozess breitet sich langsam im ganzen Körper aus und zerstört allmählich jede Zelle und jedes Organsystem. Mit dem Fall der Melatoninproduktion, ändern sich auch der Spiegel anderer Hormone (z. B. des Thyreoidhormons), es kommt zu einer weiteren Energiereduktion in zahlreichen Organen.