Was ist DHEA?

DHEA (DeHydroEpiAndrosteron) ist eine Hormonvorstufe, welche in den Nebennieren vom Körper hergestellt wird. Wie Östrogen und Testosteron ist DHEA ein "einfaches" Steroid, das sich jedoch durch seine einzigartige chemische Struktur von anderen Hormonen wesentlich unterscheidet. Neben dem "freien" DHEA entsteht in der Blutbahn auch DHEA-S, das DHEA-Sulfat, dem ein Schwefelmolekül beigefügt ist. Obwohl die meisten Wissenschafter keinen Unterschied zwischen freiem DHEA und DHEA-S machen, haben klinische Tests in den USA ergeben, dass das DHEA-S im Vergleich zum DHEA eine erkennbar schwächere Wirkung zeigt.

Freies DHEA ist ein "Mittlerhormon" das die Grundbausteine für andere Hormone und Vitalsubstanzen liefert - unter anderem auch für die Produktion von Testosteron (männl. Geschlechtshormon) und Östrogen (weibl. Geschlechtshormon). Man nimmt an, dass das DHEA-S dagegen als "Reserve" dient, da das angehängte Schwefelmolekül nur "lose" gebunden ist und bei Bedarf entfernt werden kann. So kann das DHEA-S in freies DHEA umgewandelt werden. DHEA ist in dieser Eigenschaft mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron vergleichbar. Der weitaus grössere Teil dieses Hormons ist an bestimmte Eiweissmoleküle gebunden und für hormonale Aufgaben nicht verfügbar. Erst nach Loslösung von dieser Eiweissbindung entsteht "freies" Testosteron, das hormonell wirksam wird.

Jüngste Forschungen zeigen, dass die DHEA-Konzentration im Hirn etwa gleich hoch ist wie in den Nebennieren, wo es hergestellt wird. Lange hatte man gedacht, DHEA sei lediglich eine Mittlersubstanz für die Synthese von Steroiden im Bereich der Geschlechtshormone. Doch heute weiss man, dass es vorbeugend gegen Krebs und auch gegen Krankheiten wirkt.