Steigerung der Immunabwehr

Aus dem Buch "The Super-Hormone Promise" von Dr. William Regelson und Carol Colman.


Corticosteroide oder Stresshormone
Verschiedene Studien an amerikanischen Universitäten scheinen zu belegen, dass DHEA auch die im Alter nachlassende Gedächtnisleistung massgeblich verbessern kann. Dies gilt sowohl für das Altgedächtnis als auch für das Neugedächtnis. Offensichtlich schützt DHEA auch die Gehirnzellen vor den zerstörerischen Einflüssen der Corticosteroide oder Stresshormone. Stress in jeder Form, ungeachtet ob es sich lediglich um einen kurzen Wortwechsel zwischen Mitarbeitern oder um eine anhaltende Stresssituation handelt, bewirkt eine Corticoidausschüttung, die sich für die unterschiedlichsten Körpersysteme, aber auch für das Hirn schädigend auswirkt. Dabei werden besonders die Hirnzellen im Bereich des Hippokampus und des limbischen Systems in Mitleidenschaft gezogen. Diese Bereiche des Hirns sind für unser Gedächnis und unsere Lernfähigkeit zuständig. Vor allem ältere Menschen sind nicht mehr in der Lage, diese schädlichen Corticosteroide so schnell und effizient abzubauen, wie das ein jüngerer Organismus kann. Forschern der McGill Universität ist es gelungen nachzuweisen, dass bei einem erhöhten Corticosteroidspiegel die Reaktionsfähigkeit und das Gedächtnis rapide abnehmen. Gleichzeitig wurde bei den betroffenen Versuchspersonen ein ungewöhnlich tiefer DHEA-Spiegel festgestellt. Das DHEA dient der Stressbekämpfung durch Unterstützung des Abbaus schädigender "Stresshormone" oder Corticosteroide und Wiederherstellung der Homöostase nach anhaltenden Stresssituationen.

Dr. Raymond A. Daynes von der medizinischen Fakultät der Utah Universität hat in verschiedenen Tierversuchen nachgewiesen, dass UV-Strahlen Hautkrebs auslösen. Dies war eigentlich nichts Neues, es handelte sich um eine bereits seit langem bekannte Tatsache. Das Neue an seinen Untersuchungen war die Feststellung, dass alle erkrankten Tiere einen erhöhten Spiegel von Stresshormonen aufwiesen. Bei einer Wiederholung des Versuches wurde den Tieren vor der Bestrahlung mit UV-Licht ein Mittel verabreicht, dass die Produktion von Stresshormonen unterdrückte und keines der Tiere entwickelte Krebszellen. Statt dessen hatten die Tiere die DHEA-Produktion erhöht, was eine Steigerung der Immunabwehr zur Folge hatte. Wenn man den Versuchstieren DHEA direkt, entweder oral oder durch Injektion verabreichte, war die Wirkung sogar noch wesentlich stärker. Auch im Menschenversuch konnte eine erstaunliche "Verjüngung" des Immunsystems bereits nach kurzer Zeit oraler DHEA-Einnahme festgestellt werden.

Immune Booster
DHEA regt das Immunsystem so stark an, dass amerikanische Forscher von einem "Immune Booster", einer Art von "Immun-Rakete" sprechen. Unser Immunsystem umfasst eine Vielzahl der unterschiedlichsten Schutz- und Abwehrzellen, die in einem ausgeklügelten Verhälnis zusammenwirken um unseren Organismus vor Schaden zu bewahren. Eine der wichtigsten Zellen dieser Armee sind die sogenannten T-Lymphozyten (weisse Blutkörperchen), die unerwünschte Eindringlinge erkennen und vernichten, bevor sie grösseren Schaden anrichten können. Aber auch unter diesen T-Zellen gibt es Unterschiede. Eine Art, die sogenannten Suppressorzellen, unterscheiden zwischen Eindringlingen von aussen und körpereigenem Gewebematerial und bewahren so den Organismus davor, sich selbst zu bekämpfen. Sinkt die Zahl der Supressorzellen oder sind sie sonstwie geschädigt, können Autoimmunkrankheiten wie rheumatische Arthritis oder Lupus auftreten. Schliesslich gibt es die natürlichen Killer-Zellen oder NK-Zellen, die spontan und ohne vorangehende Antigenerkennung sofort die Zielzelle – eine virus-infizierte oder bösartig transformierte Körperzelle, eine Krebszelle - zerstören können. Andere Immunzellen, auch bekannt als Macrophagen, suchen den Blutstrom fortlaufend nach "Fremdmaterial" und Zelltrümmern ab, und die FDC's (Follicular Dendritic Cells) sind für das des Abwehrsystems verantwortlich. Vor allem diese FDC's sind es, die mit zunehmendem Alter zahlenmässig stark abnehmen und es sind auch die ersten Immunzellen, die bei einer AIDS-Infektion durch den AIDS-Virus zerstört werden. Und nicht zuletzt seien die B-Zellen erwähnt, die für die Produktion von Antigenen zuständig sind, die eindringende Bakterien und Viren attackieren und vernichten können. Mit zunehmendem Alter lässt die "Schlagkraft" dieser Armee von unterschiedlichen Abwehrzellen merklich nach und ihre Zahl sinkt dramatisch ab; auch ihr "Gedächtnis" scheint nachzulassen. Eindringlinge oder Krebszellen werden nicht mehr richtig erkannt und bekämpft, und körpereigenes Material wird plötzlich als "feindlich" eingestuft und angegriffen. DHEA kann nachweislich dieser Entwicklung Einhalt gebieten und ein gealtertes und "müdes" Immunsystem wieder "auf
Vordermann" bringen.

Zytokine
Im Verlaufe seiner Forschungen entdeckte Dr. Daynes, dass das gesamte Immunsystem durch sogenannte "Zytokine" gesteuert wird. Dabei handelt es sich um von den verschiedenen Immunzellen ausgeschiedene Substanzen, die als interzelluläre Mediatoren oder Meldungsträger die Aktivierung von Zellen einleiten. Die wichtigsten dieser Substanzen sind die Interleukine, oder kurz IL's. Mithilfe dieser Meldesubstanzen "sieht" und "hört" das Immunsystem und steuert so seine Aktionen. Aus bisher noch nicht bekannten Gründen verändern und geben "falsche" Informationen an die verschiedenen Immunzellen weiter. So findet sich zum Beispiel bei Menschen mit Autoimmunkrankheiten, Osteoporose und bestimmten Krebsarten ein besonders hoher Spiegel von IL-6. Andere Untersuchungen haben in der Tat ergeben, dass ein erhöhter IL-6-Spiegel zu Tumorwachstum führen kann. Auf der anderen Seite stellte man bei älteren Menschen ungewöhnlich tiefe Werte an IL-2 fest, das für die Produktion neuer Immunzellen verantwortlich ist. Diese Veränderungen werfen mit der Zeit das gesamte Immunsystem aus der Bahn. Sie veranlassen es einerseits das eigene Körpergewebe anzugreifen, andererseits unterdrücken sie jegliche Reaktion beim Auftauchen tatsächlicher Gefahren. Seine Forschungen haben Dr. Daynes überzeugt, dass DHEA die ursprüngliche Ordnung unter den Zytokinen wiederherstellt und auf diese Weise ein gealtertes und gestörtes Immunsystem wieder in einen schlagkräftigen Abwehrmechanismus verwandelt. Untersuchungen am Menschen haben gezeigt, dass eine DHEA Substitution die Zytokine-Spiegel schon nach relativ kurzer Zeit normalisieren und damit abnormale Immunreaktionen ausschalten konnte. Lupus zum Beispiel, eine normalerweise sehr schwer zu behandelnde Autoimmunkrankheit, kann mit Hilfe von DHEA sehr rasch geheilt werden. Diese Erkenntnisse wurden von zahlreichen anderen Wissenschaftern, unter ihnen auch Dr. Omid Khorram von der Universität Wisconsin (früher Professor an der Universität von Califormien) geprüft und bestätigt.

DHEA und Diabetes
Folgende Erkenntnisse wurden in Beziehung auf Diabetes gemacht:

• Stabilisierung des Zuckerstoffwechsels durch Steigerung der Produktion von IGF-1 ("Insulinlike Growth Factor" oder "insulinähnlicher Wachstumsfaktor") und merkliche Senkung des Risikos an Diabetes Typ II (insulinunabhängiger Diabetes mellitus oder "Erwachsenendiabetes") zu erkranken; dadurch auch Senkung des Risikos einer diabetesbedingten Arteriosklerose.

• Verhinderung von "Blutverklumpungen" durch fehlgesteuerte Blutplättchenfunktion und Förderung des Abbaus von Plaque in den Blutgefässen; dadurch wird das Infarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich gesenkt.


• Senkung des Cholesterinspiegels durch Unterstützung des Lipidabbaus in der Leber; dabei werden vor allem die LDL's (Lipoproteine mit niederer Dichte, sogenanntes "schlechtes" Cholesterin") vermehrt ausgeschieden; auch diese Eigenschaft trägt zu einer Senkung des Herz-Kreislaufrisikos bei.

Krebs
In zahlreichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass DHEA eines der stärksten Anti-Karzinogene ist. Sowohl in Retorten- als auch in Tierversuchen konnte eine ausgeprägte Präventivwirkung gegen Brust-, Haut-, Darm- und Lungenkrebs nachgewiesen werden. Dr. Arthur G. Schwartz von der Tempeluniversität stellte im Verlauf seiner Studien fest, dass DHEA die Eigenschaft besitzt, ein bestimmtes Enzym mit krebsauslösender Wirkung, Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase oder G6PDH, zu unterdrücken. Seit einiger Zeit weiss man, dass G6PDH eine weitere chemische Substanz, NADPH, stimuliert, die ihrerseits wieder "ruhende" Krebsauslöser (Karzinogene, bzw. Promotoren) aktivieren kann. Die krebshemmende Wirkung von DHEA besteht also zur Hauptsache darin, dass es eine Aktivierung krebsauslösender Substanzen, sogenannter Promotoren, verhindert.

Freie Radikale
Aber auch in anderer Hinsicht kann DHEA Krebs verhindern, und zwar in seiner Eigenschaft als wirkungsvolles Antioxidans. Bei der Energieumsetzung wird im Organismus eine ganze Reihe von Oxydations- und Abbauprodukten freigesetzt, die durch instabile Molekularstrukturen charakterisiert sind und nach Verbindungen mit anderen chemischen Substanzen suchen. Diese Abbauprodukte nennt man Oxidanzien oder "freie Radikale". Die freien Radikale haben die Eigenschaft Zellmembranen zu schädigen, sie zu durchdringen und sich mit der DNA, der genetischen "Blaupause", zu verbinden und diese zu verändern. Daraus kann sich im schlimmsten Fall eine Krebszelle entwickeln. Auch bei der Entstehung der freien Radikale spielt NADPH eine wichtige Rolle und durch seine DHEA-bedingte Unterdrückung kann der Bildung von freien Radikalen wirksam vorgebeugt werden.

Steigerung des Energieumsatzes und Reduktion der Fettablagerung;
DHEA in der Lage zu sein, die Speicherung sogenannter Transfettsäuren in Fettzellen zu hemmen. Ein erhöhter Kalorienverbrauch in Verbindung mit einer reduzierten Fettspeicherung führt bei gleich bleibender Nahrungsaufnahme auf längere Sicht zu einer sehr oft heissersehnten Gewichtsreduktion.

Östrogen und Testosteron
DHEA hilf bei der Steuerung des Hormonstoffwechsels, z.T. durch Bereitstellung der nötigen Grundbausteine, sowie dessen Stabilisierung auf "jugendliche" Werte. Dies gilt besonders für die Sexualhormone Östrogen und Testosteron, deren Produktion mit zunehmendem Alter merklich zurückgeht. DHEA ist ein sogenannter "Precursor" oder "Vorläufer" für die körpereigene Synthese dieser beiden Hormone. Dr. Pierre Diamond vom Centre Hospitalier de l'Université Laval hat bei einem Kongress in Quebec, Canada, vor nicht langer Zeit Untersuchungsresultate präsentiert, die beweisen, dass DHEA durchaus die natürliche Östrogensynthese bei Frauen nach der Menopause wiederherstellt. Es ist bekannt, dass die Östrogenproduktion der Eierstöcke bei Eintreten der Menopause abrupt eingestellt wird. In den Nebennieren jedoch wird auch nach der Menopause Östrogen immer noch in kleinen Mengen hergestellt und zwar mithilfe von DHEA. Ist zu wenig DHEA vorhanden, wird auch weniger Östrogen produziert. Bei oraler Zuführung von DHEA wird die Östrogenproduktion der Nebennieren wieder angeregt, und zwar in einem Ausmass, das eine indizierte Östrogen-Ersatztherapie meist
schon nach kurzer Zeit überflüssig macht.

Im Gegensatz zu einer Östrogen-Ersatztherapie hat die DHEA-Substitution keine unerwünschten Nebenwirkungen. So erübrigt sich zum Beispiel auch die Verabreichung von synthetischem Progesteron (Progestin), das bei einer Östrogen-Ersatztherapie meist beigefügt wird um den monatlichen Abbau der Gebärmutterschleimhaut zu gewährleisten. Bei der Einnahme von DHEA findet der unerwünschte Aufbau der Gebärmutterschleimhaut erst gar nicht statt. Damit sinkt auch bei Frauen, die ihre Gebärmutter nicht entfernen liessen, das Risiko eines Gebärmutterkrebses.

In zahlreichen Testreihen an den verschiedensten Universitäten der Vereinigten Staaten mit Frauen nach der Menopause konnten praktisch alle klimakterischen Beschwerden, wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Migräneanfälle, Verdauungsbeschwerden u.a. ohne zusätzliche Verabreichung von Östrogen bereits nach kurzer Zeit zum Verschwinden gebracht werden, und zwar ohne jegliche Nebenwirkungen. In den U.S.A. nehmen heute Millionen von Frauen über 50 täglich DHEA ein und können so auf eine Östrogen-Ersatztherapie mit all ihren Risiken und Nebenwirkungen verzichten.

Beim Mann führt die DHEA-Einnahme in fortgeschrittenem Alter zu einer Wiederbelebung der Testosteronsynthese und damit zu einer "Verjüngung" der Sexualkraft. Bei zahlreichen Männern konnte bereits nach wenigen Monaten der DHEA-Substitution eine merkliche "Verjüngung" der Haut, ein verbesserter Cholesterinspiegel, ein Fettabbau und eine Steigerung des sexuallen Verlangens (Libido) festgestellt werden. Auch stress- und altersbedingte Impotenz, bzw. "Unlust", konnte wesentlich verbessert werden.

Sexualorgane
Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen wurden bei der DHEA-Substitution merkliche Veränderungen im Bereich der Sexualorgane festgestellt: eine gesteigerte Vaginal- und Prostatasekretion ermöglichte wieder "normalen" Geschlechtsverkehr, beim Mann konnte ein gesteigertes Erektionsvermögen und bei der Frau ein Rückgang der post-menopausalen Vaginalatrophie (Verdünnung des Endotheliums oder der Vaginalschleimhaut) beobachtet werden.

Osteoporose
Eine besondere Bedeutung hat DHEA jedoch im Zusammenhang mit der Erforschung der Osteoporose erlangt. Der bereits vorhin erwähnte Wissenschafter Dr. Diamond hat klar bewiesen, dass DHEA für die Gesunderhaltung des Knochengerüstes von ausschlaggebender Bedeutung ist. Dr. Raymond A. Daynes von der Medizinischen Fakultät der Utah Universität hat nachgewiesen, dass DHEA den IL-6-Spiegel senkt. Unter anderem ist IL-6 dafür bekannt, dass es die Bildung von sogenannten Osteoklasten fördert, eine Art vielkerniger Zellen, die die Knochensubstanz abbauen. Ein jugendlicher Organismus baut in der Regel Knochenmasse schneller auf, als sie von den Osteoklasten abgebaut wird. Im Alter kehrt sich dieser Mechanismus um und es wird mehr Knochenmasse ab- als aufgebaut. Dadurch verlieren die Knochen an Substanz, werden schwächer und brüchiger. Die IL-6-Hemmung durch DHEA kann diesem Prozess Einhalt gebieten und sogar umkehren. Eine andere Studie die von Dr. Julie Golwacki an der Frauenklinik der Harvard Medical School durchgeführt wurde zeigt einen anderen interessanten Aspekt der Osteoporoseforschung. Dr. Golwacki glaubt, dass der post-menopausale Rückgang der Östrogenproduktion nicht der einzige Auslöser dieser schwierigen Krankheit ist. Sie ist der Meinung, der Schlüssel liege in der Knochenmarksubstanz der betroffenen Personen. Und das sind ihre Überlegungen: Östrogen wird nicht nur in den Eierstöcken der Frau, sondern auch in anderen Körperbereichen, im sogenannten peripheren Gewebe produziert (auch beim Mann). Viele Forscher sind der Meinung, das im peripheren Gewebe erzeugte Östrogen sei wesentlich ungefährlicher als das in den Sexualorganen produzierte, da es nicht über den Blutkreislauf in alle Körperbereiche geschwemmt wird. Auch das Knochenmark scheint einer jener Gewebebereiche zu sein, in denen Östrogen produziert wird. Bei Knochenmarksuntersuchungen stellte Dr. Golwacki fest, dass die DHEA-Werte im Knochenmark von Osteoporosekranken wesentlich tiefer lagen als bei den anderen Testpersonen. Zur Zeit wird noch untersucht, ob die orale Verabreichung von DHEA tiefe Knochenmarkswerte anheben kann. Wenn Dr. Golwacki's Theorie sich erhärtet, könnte man diese Krankheit mit DHEA genau da behandeln wo sie auftritt, nämlich im Bereich der Knochensubstanz selbst.

Dies sind kurz zusammengefasst einige der wichtigsten Aspekte des Superhormons DHEA. Zu DHEA gäbe es noch weitaus mehr zu sagen, das Thema ist sehr umfassend. Vieles muss noch im Detail erforscht werden. Ohne Zweifel hat die positive Wirkung von DHEA bereits zahllosen Menschen, vor allem in den USA, eine bessere Gesundheit, eine reichere Lebensfülle und damit eine ungemein verbesserte Lebensqualität geschenkt.

Rechtliches

Ausser in den USA, wo DHEA als Nahrungsergänzungsprodukt eingestuft wird, gelten Hormone in den meisten Industrieländern als Arzneimittel und unterstehen damit der staatlichen Arzneimittelkontrolle. Die Zulassungsverfahren erfordern meist langwierige und kostenaufwendige klinische Testreihen und Langzeituntersuchungen. Als natürliche Substanz, die in jedem gesunden, jungen Organismus in genügender Menge hergestellt wird, ist DHEA nicht patentierbar. Die Pharmaindustrie ist deshalb an einer Kommerzialisierung nicht besonders interessiert. Zudem würde DHEA als "Billigprodukt" wesentlich lukrativere Pharmazeutika (z.B. Schlaf- und Beruhigungsmittel, usw.) direkt konkurrenzieren.

Eine Erhöhung der mittleren Lebenserwartung um nur zehn Jahre würde die Altersvorsorgeeinrichtungen in den meisten europäischen Ländern in eine noch tiefere Krise stürzen, als sie es heute bereits sind.
Die einzigen Institutionen, die von den Wirkungen des Hormons DHEA wirtschaftlichen Nutzen ziehen könnten, wären die Krankenkassen. Doch ob von dieser Seite in naher Zukunft mit entsprechenden Vorstössen gerechnet werden kann ist fraglich.

DHEA wird in den USA von der FDA (Food and Drug Administration) als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft. DHEA ist in den USA frei erhältlich. Mengen bis zu 3 Packungen können bei Siniq USA, telefonisch oder über das Web bestellt werden.